Für alle Szenarien gerüstet

Das letzte Geschäftsjahr schloss mit leichtem Umsatzanstieg und solider Kapitaldecke. Das Neue startete mit Turbulenzen. Jetzt begegnet die BTK den Herausforderungen mit solider Szenario-Planung und neu aufgestellten Teams.
Die 360 Mitarbeitenden erwirtschafteten einen Umsatz von 108 Millionen Euro. Dieser lag rund 3,8 Prozent über dem des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote blieb mit rund 35 Prozent stabil und liegt weiterhin deutlich über dem Durchschnitt des Wirtschaftszweigs Spedition und Logistik.
In den beiden Geschäftsbereichen Transport- und Kontraktlogistik setzt die BTK bei gleichbleibender Belegschaft auf moderates, organisches Wachstum. Ein Hebel dafür ist die weitere Digitalisierung. Die Kundenschwerpunkte liegen in beiden Geschäftsbereichen in krisenresistenteren Segmenten, vor allem im Handel.
Angesichts volatiler Mengen, steigender Kosten und Ansprüche, gepaart mit unvorhersehbaren Ereignissen, plant die BTK ab sofort noch stärker in Szenarien. So kann sie Prioritäten, Kapazitäten und Investitionen kurzfristig anpassen und schnell reagieren. Mit dem Anstieg der Treibstoffpreise hatte sie in kürzester Zeit ihre Prozesse der hochfrequenten Abrechnung von Diesel-Floatern angepasst.
Bereits im Vorjahr sicherte die BTK die Qualität der Transportlogistik durch einen Ausbau der Charterflotte von 160 auf 200 Fahrzeuge weiter ab. Damit verfügt sie aktuell über 360 Fahrzeuge. Bei den Neuanschaffungen konzentriert sich die BTK auf alternative Antriebstechnologien wie HVO, LNG und Strom. Aktuell liegt ihr Anteil bei rund 25 Prozent.
Im Geschäftsbereich Kontraktlogistik hat sich die BTK vor allem bei Kunden in der Region Rosenheim/Oberbayern etabliert. Neukunden und Mehrwertdienste erweiterten das Portfolio. Gleichzeitig wurde die Effizienz gesteigert, und zwar durch Konsolidierung. Ein kleineres Innenstadtlager wurde aufgelöst.
„In den letzten Wochen haben wir gesehen, wie schnell selbst etablierte Logistiker Insolvenz anmelden müssen. Der Markt bereinigt sich. Das Angebot an Laderaum und Logistikkapazitäten wird sich weiter verknappen. Wer in diesen Zeiten bestehen will, muss einen langen Atem haben und Dynamiken aushalten können. Darauf haben wir uns eingestellt. Auch 2026 bleibt es spannend“, sagt Josef Heiß, geschäftsführender Gesellschafter.









